Superfoods


Superfoods:

Was sind Superfoods und wie nützen Sie uns




Superfood – ein neuer Trend?



Vor einigen Jahren noch sehr unpopulär, liegen inzwischen immer mehr exotische Lebensmittel unter dem Titel Superfood in den Regalen der Bioläden, als auch in den regulären Supermärkten aus. Promiköche haben Bücher mit Rezepten für Superfoods veröffentlicht und auch das Fernsehen und Internet ist voll mit Berichten zum Thema. Doch was genau ist Superfood?
Viele Superfoods werden schon seit etlichen Jahren als Grundnahrungsmittel verwendet oder in der Medizin eingesetzt. Kannten vor einigen Jahren wohl nur die wenigstens Menschen Aronia, Gojibeeren und Co., ist heute ein regelrechter Hype um diese Lebensmittel entstanden – das öffentliche Interesse ist groß.
Viele dieser Lebensmittel wurden in Deutschland erst durch „Werbemaßnahmen,“ d.h. den neuen Begriff „Superfoods“ bekannt. Unter den top ten befinden sich neben Gojibeeren, Chiasamen und Kakao auch die „grünen Superfoods“ wie zum Beispiel Matcha, Moringa oder Weizengras.
Einige dieser Produkte sind längst keine exotischen Zutaten mehr. Chiasamen oder Quinoa findest du inzwischen selbst beim Discounter. Reich an Vitaminen, Mineralstoffen, Aminosäuren und sekundären Pflanzenstoffen landen diese Lebensmittel nun zunehmend häufiger in deutschen Smoothies, im Salat oder im Müsli. Mittlerweile sind die Superfoods in allen möglichen Varianten erhältlich: als Extrakt, getrocknet, frisch oder als Püree – und in Form von Nahrungsergänzungsmitteln.
Oftmals sind jedoch die Lebensmittelkonzerne die großen Gewinner. Beim Kauf von manchen Superfoods sollten Verbraucher aufpassen. Manche Hersteller versprechen wahre Wunder: So sollen beispielsweise Goji-Beeren gegen Krebs wirken oder sexuelle Energie bringen. Für diese Wunder müssen die Kunden allerdings tief in die Tasche greifen.
Meist werden Wirkungen und damit verbundene Inhaltsstoffe beworben, die in großen Mengen enthalten sind, z. B. Eiweiß, Mineralien, Antioxidantien und Spurenelemente, Vitamine, Bitterstoffe, Ballaststoffe, Fettsäuren einfach und mehrfach ungesättigt, wie z.B. Omega 3. Das lässt sich in der Werbeindustrie nicht nur bei Superfoods beobachten, sondern bei allen Produkten, die mit Superlativen belegt werden. Dem Verbraucher soll hier durch eine Marketing- und Werbestrategie eine „neu“ entdeckte Frucht- und Gemüsesorten schmackhaft gemacht werden. Je exotischer, desto besser.
Mittlerweile jedoch besinnt sich der informierte Endkunde zunehmend auf heimische Produkte. Das Resultat: Das Wort „Superfood“ wird schon längst auch für heimisches Gemüse, Obst und Wildkräuter verwendet.
Dass vor allem Nahrungsmittel aus fernen Ländern als Superfood gelten, ist aus Sicht der Bremer Verbraucherzentrale kein Zufall. Die Verbindung aus Exotik und Gesundheitswert reize viele Menschen, sagt Regina Aschmann, die bei Ernährungsfragen berät. Essentiell für die Gesundheit seien solche Früchte allerdings nicht. "Wer sich abwechslungsreich mit gesunden, heimischen Lebensmitteln ernährt, braucht kein exotisches Superfood."
Mehr und mehr kommen nun auch heimische Produkte wie Heidelbeeren, Brennnessel oder Hagebutte zur top-ten Liste hinzu."


Unser Fazit: Es gibt Lebensmittel, die vergleichsweise deutlich mehr Inhaltsstoffe und Nährwerte enthalten. Es sollten jedoch vergleichsweise relevante Mengen an Inhaltsstoffen in einem Lebensmittel vorkommen, damit der Begriff des Superfoods, nicht inflationär verwendet und damit bedeutungslos wird.
Wir unterstützen die Idee, Lebensmittel und (natürliche) Nahrungsergänzungsmittel als Superfood zu bezeichnen und zu bewerben, die tatsächlich einen Mehrwert bieten, inkl. aussagekräftiger Informationen zu Vitaminen und Mineralstoffen.
Wenn wir ein Lebensmittel als Superfood zu führen, ist für uns der ORAC-Wert entscheidend. Dieser Wert sagt etwas darüber aus, wie gut der Stoff in der Lage ist, freie Radikale abzuwehren. Neben Mineralien, Proteinen, Vitaminen und Fettsäuren enthält Superfood eine Menge an Antioxidantien. Diesen wird nachgesagt zu einem verminderten Krankheitsrisiko beizutragen und eine schützende und gesundheitsfördernde Wirkung zu entfalten. Antioxidantien sollten daher in jedem Superfood in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.



Wieso gibt es keine rechtlich bindende Definition?



Eine rechtlich bindende Definition, welche Lebensmittel so genannt werden dürfen, existiert nicht, wie Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung in Bonn erklärt. "Allgemein lässt sich sagen, dass unter Superfood besonders nährstoffreiche Lebensmittel, vor allem aus dem Bereich Obst und Gemüse zusammengefasst werden."
Etwas enger gefasst, werden als Superfood natürliche Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen bezeichnet, die sich besonders förderlich auf deine Gesundheit auswirken können. Da dem Superfood eine vergleichsweise größere Menge an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen zugeschrieben wird, sind diese außergewöhnlich nahrhaft. Zudem beinhaltet die Definition Superfood ein vollwertiges, sowie ganzheitliches, möglichst naturbelassenes und bestenfalls biologisch angebautes Lebensmittel.
Aufgrund fehlender Studien ist wissenschaftlich ist nicht eindeutig geklärt, inwiefern die Superfoods einen positiven Einfluss auf die Gesundheit haben. Zum einen sind Studien sehr teuer, zum anderen werden die Erkenntnisse unter Laborbedingungen erreicht, Versuche an Tieren unternommen oder eine sehr hohe Dosierung verabreicht. Hinzu kommt, dass die einzelnen Lebensmittel im Labor isoliert untersucht werden. Dies ist natürlich nicht auf den Alltag übertragbar, denn Menschen nehmen eine fülle von Kombinationen von Lebensmitteln zu sich, die unterschiedlich aufeinander wirken können.
Das Europäische Informationszentrum für Lebensmittel (EUFIC = European Food Information Council) äußert sich dahingehend, dass „sich die Resultate nicht unbedingt auf die reale Ernährung übertragen“ lassen.


Unser Fazit: Am sinnvollsten ist es, selbst auf unabhängigen Seiten zu den jeweiligen Produkten und deren Wirkungsweisen zu recherchieren oder fachkundige Ernährungsberater zu konsultieren. Wir möchten an dieser Stelle auf Erfahrungsberichte von Menschen verweisen, die ein bestimmtes Lebensmittel über einen längeren Zeitraum verwenden. Auch traditionelle Erfahrungen sollten sehr viel ernster genommen werden.



Warum ist es sinnvoll Superfoods in die eigene Ernährung zu integrieren ?



Das Bewusstsein sich gesund zu ernähren, rückt für viele Menschen immer mehr in den Mittelpunkt. Die aktuelle Nahrungsmittelproduktion und -vermarktung hat dazu geführt, dass herkömmliche Lebensmittel eine geringere Konzentration von wertvollen Inhaltsstoffen aufweisen als früher, zu vorindustriellen Zeiten.
Verändert hat sich unter anderem folgendes:
Das Obst oder Gemüse wird immer häufiger unreif geerntet, gelagert und hat weite Transportwege vor sich. Dadurch verringert sich der Nährstoffgehalt.
Auch neue Züchtungen von Nahrungsmitteln weisen häufig weniger Nährstoffe auf als ihre wild wachsenden Verwandten oder die ursprünglichen samenfesten Sorten.
Chemie (-rückstände) in Nahrungsmitteln (z.B. Pestizide, Herbizide, Fungizide, etc.) können sich negativ auf die Gesundheit auswirken. Dies gilt für alle Lebensmittel, auch für sogenannte Superfoods. Es handelt sich also ein globales Problem.
Ausgesetzt sind wir zudem erhöhten Stressfaktoren, wie z. B. Umweltverschmutzung, elektromagnetische Strahlung, hektische Lebensführung im Berufs- und Privatleben, die die Notwendigkeit einer gesunden Ernährung erhöhen.
Der Homo sapiens ist ein neugieriges Wesen. Der Mensch sucht von Natur aus Abwechslung, neue Sinnes- und Geschmackserlebnisse, was sich auch in ihrer Esskultur ausdrückt.


Unser Fazit: Aufgrund all der genannten Veränderungen ist es nachvollziehbar, dass immer mehr Menschen nach naturbelassener Nahrung und Superfoods suchen. Mit der Erkenntnis, dass unsere Gesundheit unser höchstes Gut ist, sind immer mehr Menschen bereit, mehr Geld dafür auszugeben. Der Verbraucher möchte Nahrungsmittel konsumieren, die eine lange Tradition aufweisen und sich auch in früheren Zeiten bewährten. Exotische Früchte haben in ihren Heimatländern lange Traditionen und Rituale. Jede Kultur verfügt über unterschiedliche Superfoods, die gerne von den westlichen Ländern, aber auch insbesondere von Lebensmittelkonzernen entdeckt und genutzt werden. Auch wenn Superfoods mit Sicherheit ihren Beitrag zu einer gesunden Ernährung leisten können, sollten wir uns dennoch abwechslungsreich, vielfältig und ausgewogen ernähren. Das gilt insbesondere für eine ausreichende Menge an Obst und Gemüse.



Welche Superfoods gibt es ?



Im folgenden geben wir einen groben Überblick über die sogenannten Superfoods. Die Aufzählung ist jedoch nicht abschließend.

1. Superfood: Green Food

Natürlich stehen die grünen Blattgemüse an erster Stelle.
Wildpflanzen wie Brennessel oder Löwenzahn
Gräser (z. B. Dinkel oder Gerstengras)
Moringa
Grüne Kulturgemüse (z. B. Salate, Spinat, Sellerieblätter)
Gartenkräuter (z. B. Petersilie, Basilikum, Melisse)
Algen
Kreuzblütler, d.h. Kohlgemüse, Rettich, Radieschen und der Meerrettich.

2. Superfood: Rohes Sauerkraut
3. Superfood: Shiitake-Pilze
4. Superfood: Mandeln
5. Kürbiskerne
6. Superfood: Papaya
7. Superfood: Traubenkerne
8. Superfood: Beeren
9. Superfood: Acerola und Camu-Camu
10. Superfood: Granatapfel
11. Superfood: Ingwer
12. Superfood: Avocados
13. Superfood: Kurkuma
14. Superfood: Oregano

Und natürlich gibt es noch viele, viele weitere doch das würde den Rahmen hier sprengen



Wie sieht es mit dem CO2 Abdruck aus ?



Weder der Granatapfel noch Moringa oder Aronia wachsen in unseren Breitengraden. Die Transportwege aus dem Herkunftsland bis in unseren Einkaufswagen sind lang. Jedoch sind diese Produkte keine schlechtere Alternative zu tierischen Produkten. Die Co2-Bilanz weit gereister pflanzlicher Lebensmittel ist im direkten Vergleich zu (auch regionalen) Tierprodukten in aller Regel besser. Avocado, Quinoa und der beliebte Granatapfel verursachen pro 100g zwischen 0,04 – 0,07 kg CO2-Emission. Zum Vergleich liegen Jogurt, Eier und Fisch bei 0,20 – 0,63 kg CO2-Emission pro 100 Gramm.


Unser Fazit: Es sollte natürlich, aus ökologischer Sicht, so wenig wie möglich importiere Ware gekauft und die heimischen Produkte präferiert werden. Heimische Superfoods sind bspw. Walnüsse, Rote Beete, Grünkohl, Spinat, Tomaten oder Beeren. Auch in einem Stadtgärtchen ist es möglich Oregano,Petersilie,Brennnessel oder Löwenzahn zu finden.
Um mehr Farbe, andere Inhaltsstoffe oder einen abwechslungsreichen Geschmack in unsere Speisen zu bringen spricht jedoch nichts dagegen auch hin und wieder zu exotischen Superfoods zu greifen.